Freitag, 21. September 2012

Tintenblut

Hallöchen!

Noch lieber als eine Review schiebe ich solche Beiträge über Bücher oder Serien vor mir her. Ich glaube ja mittlerweile, dass es einfach an der „Routine“ der Beauy-Posts liegt, die mich dann immer vor anderen Sachen abweichen lassen. Das Buch habe ich bereits vor 2 Monaten fertig gelesen, vielleicht sind es mittlerweile sogar schon 3. Außerdem fehlen mir auch nur noch 100 Seiten von Band 3. Jetzt habt ihr eine grobe Vorstellung, wie lange ich darüber schon schreiben will! ;)


Tintenblut ist Teil 2 der Tintenwelt-Trilogie von Cornelia Funke. Der Einband ist Grün mit demselben floralen Muster wie schon Tintenherz. Diesmal ziert das Cover ein Eichelhäher und das mit gutem Grund! Die Geschichte rund um Mo, Meggie und allen Tintenherz-Figuren geht natürlich weiter…
Wir beginnen mit Staubfinger und Farid, die eine neue Zauberzunge suchen, um endlich zurück in das Buch zu kommen. Staubfingers Heimweh kennt nach 10 Jahren keine Grenzen mehr und Farid würde ihm sowieso bis ans Ende der Welt folgen. Die Beiden haben tatsächlich Glück und finden Orpheus. Eine sehr unsympathische Figur, die leider später noch eine größere Rolle spielen wird. Er scheibt tatsächlich Worte, um Farid und Staubfinger in das Buch zu lesen, beim Vorlesen jedoch lässt er die Worte für Farid einfach weg und nur Staubfinger verschwindet. Natürlich steckt dahinter Basta. Was wäre eine Fortsetzung ohne ihn? Der messerschwingende Bandit lebt nun auch ohne seinen Herrn Capricorn weiter und hat eigentlich nur zwei Intensionen: Sich an Mortimer rächen und ebenfalls nach Hause kehren. Farid kann flüchten und sucht direkt den Weg zu Elinors Haus. Dort leben Elinor, Darius, Mo, Resa und Meggie seit der ganzen Geschichte zusammen und sind bzw. werden so langsam glücklich miteinander. Farid passt natürlich nicht in diese Idylle und das ist vielleicht der Grund, warum ihm nur Meggie wirklich Glauben schenkt. Er warnt Mo vor Basta und dessen Rache und gewinnt Meggie für seinen Plan ihn in die Tintenwelt zu lesen. Denn für Farid ist eins klar: Sobald Basta zurück in seiner Welt ist, wird er auch an Staubfinger Rache nehmen wollen. Also liest Meggie Orpheus Worte, die für Farid bestimmt waren. „… und ein Mädchen.“ Diese drei Worte genügen, sich selbst hinüber zu schicken, was bisher niemand mit ihrer Fähigkeit gelungen ist. Mo und Resa sind natürlich wütend und traurig und verzweifelt, als sie den Abschiedsbrief von Meggie lesen. Für die ist es ganz einfach: Nur eine Weile die Welt sehen, den berühmten Schwarzen Prinzen und den Schönen Cosimo sehen und einmal durch den Weglosen Wald laufen. Danach würde sie sich von Fenoglio zurückschreiben lassen und alles wäre gut. Aber man kennt das ja: So einfach ist es nie! Bald finden sich auch Mo, Resa, Basta und Mortola in der Tintenwelt wieder. Mit ihrem Gewehr schießt Mortola Mo mitten in die Brust und überlässt Resa und ihm ihrem Schicksal. Glücklicherweise werden beide von der Nessel gefunden, eine Art Mossweibchen und bekannt für ihre Fähigkeiten als Heilerin. Sie versorgt Mos Wunde und bringt beide zu den Spielleuten, wo sie auf wenig Mitgefühl treffen. Die meisten lehnen sie ab und wollen sie nicht in ihrer Umgebung, doch der Schwarze Prinz duldet sie und sein Wort ist Gesetz unter den Spielleuten. Dieser Schwarze Prinz und Staubfinger wuchsen als Kinder zusammen auf und so dauert es nicht lange bis sich die Kunde von Staubfingers Rückkehr auch zu den Spielleuten durchgerungen hat. Trotz dem Schutz, den der Schwarze Prinz Resa und Mo bietet, gelangt Mo schnell in die Gefangenschaft des Natternkopfes, auch Silberfürst genannt. Dieser hält Mo leider für einen unbesiegbaren Räuber, der immer für die Armen kämpft, dem kein Schwert etwas anhaben kann und der nie gefangen wird. Die Lieder erzählen all diese fantastischen Sachen über den „Eichelhäher“. Hierbei handelt es sich um eine weitere Erfindung Fenoglios. Der Dichter konnte einfach nicht aufhören zu schreiben und er wollte seinem Schwarzen Prinzen eine helfende Hand zur Seite stellen. Damit seine Figur lebhafter und echter wirkt, hat er sich nur leider einen richtigen Menschen zum Vorbild genommen. So besitzt der Eichelhäher die Größe und das dunkle Haar von Mo, sowie seine Samtstimmt und die Narbe am Arm, die ihm die Hunde von Basta in Tintenherz eingebracht haben. Verständlich also, dass alle in der Tintenwelt nun glauben, sie hätten den Eichelhäher vor sich. Staubfinger mausert sich indes zum Freund und Helfer von Meggie und ihrer Familie. Er beschützt sie und bringt Meggie und Farid im Laufe der Geschichte auf die Nachtburg des Silberfürsten, wo Mo gefangen gehalten wird. Farids jugendliche Gefühle für Meggie werden immer mehr und er kann nur selten aufhören an sie zu denken. Natürlich ist für eine derartige Liebesgeschichte immer Platz und so kommt es, dass Farid und Meggie sich bei einer Rast an einem Fluss zum ersten Mal küssen. Auf der Nachtburg angekommen, fällt auch Meggie in die Hände des Natternkopfes und soll ihrem Vater zur Hand gehen. Denn der Silberfürst verlangt von Mo ein leeres Buch, welches jeden unsterblich macht, der seinen Namen hineinschreibt. Mo, der immer noch nicht wieder vollends genesen ist, lässt sich von Meggie beim Binden des Buches helfen. Trotz ständiger Beobachtung gelingt es Mo allerdings den Natternkopf zu überlisten. Aber vorerst lässt er selbst Meggie im Dunkeln tappen. Als Dank für die gute Arbeit sollten Mo und alle anderen Spielleute freigelassen werden. Der Silberfürst hält sich an sein Versprechen, jedoch nicht ohne einen Hinterhalt geplant zu haben. So warten am Ende der Straße, die er seine Gefangenen entlässt, Söldner bereits auf ihre Beute. Dank Staubfinger und des Schwarzen Prinzen kommen die Spielleute frei und es ergibt sich erstmal die Möglichkeit sich zu wehren und die Hilflosen gegen die Söldner zu verteidigen. In diesem Gefecht tötet Basta Farid vor Meggies Augen, woraufhin dieser von Mo mit dem Schwert erschlagen wird. Zur großen Verwunderung von Mo selbst, fällt ihm das Kämpfen und auch das Töten leichter, als er es je für möglich gehalten hätte. In der Höhle angekommen, die zum Schutz der Befreiten gedacht war, realisieren Meggie und Staubfinger erst einmal Farids Tod. Beide kommen nicht damit klar und Staubfinger erinnert sich an eine Geschichte, die ihm seine Frau Roxane früher erzählt hat: Die Weißen Frauen (gewissermaßen die Überbringerinnen des Todes) können Feuer nicht berühren, aber sie lieben es so sehr, dass sie nicht ohne leben können. Daher wünschten sie sich nichts mehr, als einen Feuertänzer, der ihnen all das zeigen konnte. In einem Moment, in dem er mit Farid allein in einem Teil der Höhle ist, ruft er die Weißen Frauen zu sich und tauscht sein Leben gegen das des Jungen ein. Fragt bitte nicht, wie schrecklich ich diese Wendung empfand!!! Farid kann es selbst nicht glauben, dass Staubfinger dies getan hat und schwört, dass er alles tun wird, um ihn zurück zu holen. Dies ist auch ein Grund, wieso er gleich als erstes Fenoglio überfällt und ihn drängt ein paar Zeilen für Staubfinger zu schreiben. Der alte Dichter ist aber nicht mehr willens zu schreiben und redet sich ein, dass seine Worte ihm nicht mehr gehorchen und seine Welt sowieso aus dem Ruder läuft und sich selbst weiter erzählt. In seiner Verzweiflung bittet Farid Meggie, dass sie Orpheus in die Tintenwelt holt, denn dieser versteht etwas vom Schreiben. Bis zum Ende glaubt dieser auch, dass er es selbst geschafft hätte, sich in die Tintenwelt zu lesen und glaubt niemanden, der ihm erzählt, dass es erneut Meggies Kunst gewesen sein soll. Danke des Umstandes, dass Staubfinger auch seine Lieblingsfigur des Buches ist, erklärt er sich bereit einen Weg zu finden. Farid würde alles dafür tun und stellt sich als Diener erstmal an seine Seite. Das Buch endet mit seinem Versprechen an Meggie, dass er es schon irgendwie schaffen wird.
Was habe ich geschimpft, geflucht, geweint und was noch alles, als Staubfinger sich für Farid eintauschte. Sicherlich ist der Junge auch eine der schöneren Figuren der Geschichte, aber dann hätte ich doch lieber ihn tot gesehen, als Staubfinger. Der Schreibstil lädt einem auch im zweiten Band zum Träumen und Nachdenken ein und macht es so leicht sich wirklich jedes Detail bis ins Kleinste vorzustellen. Die Geschichte wird weitererzählt und ist dabei mit so vielen Kleinigkeiten gespickt, dass es einfach nicht langweilig wird. So erzählt Cornelia Funke sehr liebevoll die Geschichte des Buchbinders und seiner Tochter weiter. Sicherlich geht es im Vordergrund diesmal um die Tintenwelt, die dem Leser in Teil 1 ja noch ein Schloss mit 7 Siegeln war. Aber es ist auch nicht ganz uninteressant Resa zu verfolgen, die ständig das Gefühl hat soviel nachholen zu müssen, gerade gegenüber Meggie.
Ich verspreche, dass ich mir mit Band 3 nicht so viel Zeit lassen werde, sobald ich es ausgelesen habe. Habt ihr es gelesen, gemocht oder gehasst?!? Zum Thema Verfilmung werde ich wohl noch einen kurzen Post zu späterer Stunde schreiben, denn dazu geht mir auch einiges durch den Kopf.

Bis bald Schönheiten!

Eure Kaki

Kommentare:

  1. Ich habe immer mal wieder überlegt es zu lesen. Konnte mich aber (bis jetzt) noch nicht dazu durchringen es auch zu tun. ;)
    PS: Ich habe die einen Award verliehen. Ich mag deinen Blog total gern und hoffe du wirst noch einige Zeit weiterbloggen und Spaß daran haben. :)

    Liebe Grüße
    Kali

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  2. Perfekt! :D Hab ich gerade heute als Taschenbuch gekauft! ^^ Bin shcon ganz gespannt! Werde es dann lesen, wenn ich Band 3 habe!

    Liebe Grüße

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