Sonntag, 12. August 2012

Schokokekse a la Jamie Oliver

… oder so macht Backen keinen Spaß. Hallöchen erstmal!


Ich bin – und bleibe auch nach dieser Misere – bekennender Jamie Oliver Fan. Aber fangen wir lieber von vorne an. Ich wollte mal wieder in mein ehemaliges Institut und dort natürlich eine Leckerei mitbringen. Schließlich habe ich dort ja einen kleinen kulinarischen Ruf zu verlieren bzw. zu verteidigen. ;) Auf der anderen Seite wollte ich unbedingt etwas Neues ausprobieren. Ich weiß: Nicht grade sehr klug, wenn es wirklich gut gehen soll. Nun hatte ich zwischen ein paar Terminen und einem Seminar zuhause 3 Stunden Zeit um etwas zu zaubern. Also wollte ich etwas einfaches und schnelles und trotzdem leckeres. Meine Wahl fiel auf „Schokokekse mit weicher Füllung“ aus „Genial Kochen mit Jamie Oliver“ – mein Lieblingsbuch by the way…

Die Zutaten waren wenig, die Zubereitung klang simpel, also auf an’s Werk. 140 g Butter, 140 g Zucker, 2 Eigelbe, 250 g Mehl, 5 g Backpulver, 30 g Kakaopulver und Schokolade stand alles schnell bereit.

Da wo Nescafé drauf steht, ist Kakaopulver drin! ;)

Butter und Zucker schaumig rühren, Eigelbe darunter schlagen, Mehl und Kakaopulver hinzufügen. Dann alles verkneten und schon ist der Teig fertig. Ging ja fix, nicht wahr? Und da begann meine Pechsträhne: Beinahe hätte ich das Backpulver vergessen. Also noch im Nachhinein untergeknetet und gehofft, dass es trotzdem was wird. Keine Sorge: Am Backpulver lag der restliche Schlamassel nicht!

Oben: Der Teig nach dem Ruhen.
Unten: Das beste Bild vom Ausstechen.

Der Teig ruhte eine Weile im Kühlschrank und dann begann ich ihn auszurollen. Gar nicht so einfach, denn trotz Mehl und allen Tricks heftete er sich unermüdlich ans Nudelholz. Es war also alles andere als leicht eine dünne Schicht davon auszurollen. Irgendwann hatte ich es trotzdem geschafft und griff zu einem im Durchmesser ca. 4 cm breiten runden Ausstecher und setzte die ersten Kreise auf’s Blech. Das dabei ungefähr die Hälfte auf dem Weg vom Tisch auf’s Blech zerbrach, besserte meine Laune nicht wirklich. 20 Stück hatte ich dann irgendwie auf’s Blech bekommen und beschloss: Es reicht, weiter im Text. Also habe ich überall ein Stückchen Schokolade drauf gelegt. Nun dieselbe Prozedur nocheinmal: Teig ausrollen, ausstechen (diesmal mit 5 cm Durchmesser) und irgendwie auf’s Blech befördern. Über die Schokolade legen und andrücken klang im Buch auch noch so einfach. Das dabei die obere Decke an sämtlichen Stellen einreißt, wurde mit keinem Wort erwähnt.

Oben: Die erste Schicht ist geschafft.
Unten: Mit Füllung und Deckel.

Trotzdem kamen sie dann für 10 Minuten bei 190°C in den Ofen und wurden noch krümeliger. Die Beschreibung „Die Kekse sollen gesprungen und rustikal aussehen…“ ist beinahe eine Untertreibung. Aber immerhin sieht man den kleinen Biestern nicht an, wie zickig sie sich in der Herstellung hatten. Mein Resumé der ganzen Sache: Ich werde ab sofort immer skeptisch sein, wenn Jamie kein Bild neben das Rezept macht, was das Essen auch zeigt:

Keine Kekse zu sehen...

Nun gut, was soll ich noch sagen?!? Geschmeckt haben die kleinen Teufel dann doch sehr gut. Wobei klein ja auch relativ ist, wenn sie so sehr an Cookies von Subway erinnern... Jedenfalls von der Größe. Nun stand ich also vor dem Blech: Es waren zu wenige und sie sahen scheußlich aus. NEIN! Das konnte ich nicht mit ins Institut nehmen. Also wurde nach dem Seminar am späten Abend noch ein Fertig-Kuchen gebacken, der dann außergewöhnlich gut bei seinen Essern ankam. Meine Rettung, Dr. Oetker sei Dank! Aber diese Geschichte kommt ein anderes Mal!

Bis bald Schönheiten!

Eure Kaki

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen