Samstag, 8. Oktober 2011

Fenchel-Salami-Spaghetti

Hallöchen!

Nachdem ich ja meine kleine nicht mehr ganz so geheime Leidenschaft für’s Backen schon offenbart habe, will ich an dieser Stelle nun verraten: Ich liebe es zu Kochen! Was nach einer schlechten Ausrede klingt, ist leider mein Alltag: Leider habe ich viel zu wenig Zeit dafür. Was das ganze Unterfangen zusätzlich verkompliziert, ist meine Neigung immer Gerichte ausprobieren zu wollen, deren Zutaten teuer und/oder selten sind. Es wird wohl eine Never-Ending-Story bleiben…

In einem meiner liebsten Kochbücher habe ich schon vor Jahren ein Rezept entdeckt, dass (für mich!!!) sehr ungewöhnlich klang. Das lag einfach nur daran, dass ich die Fenchelknolle bisher kaum zum Kochen verwendet habe und mit dem Wort „Fenchel“ immer nur den etwas widerlich-schmeckenden Tee in Verbindung bringen konnte. Aber Jamie Oliver belehrte mich eines Besseren! Heute ist dies eins meiner absoluten Pasta-Favoriten: Die Fenchel Salami-Spaghetti!

Die Vorlage...

Folgende Zutaten sollten auf eurem Einkaufszettel stehen, wenn ihr beschließt es nach zu kochen: Circa 400 g Salami (ich bevorzuge dafür immer Salami mit Truthahn-Anteil), 2 Knoblauchzehen, Fenchelsamen,  Fenchelknolle, 2 Stück Dosentomaten (je 400 g, am besten kleingehackte Pizzatomaten), Salz, Pfeffer, Paprika (edel süß), 450 – 500 g Spaghetti, Semmelbrösel und 1 Zweig Rosmarin (nach Belieben).


Zuerst schneidet man den Knoblauch ganz fein, dann hat man das Schlimmste hinter sich. Danach sollte man die Salami in Scheiben (falls ihr welche am Stück gekauft habt) und dann in Streifen schneiden. Dann ab in die Pfanne damit und auf höchster Stufe richtig knusprig werden lassen. Während die Salami immer mehr Fett verliert, knöpft ihr euch den Fenchel vor: Einfach die oberen Stangen wegschneiden, untern ein Stück abschneiden und gut waschen. Ich mag es am liebsten, wenn die Fenchelstücke nicht all zu groß sind. Daher halbiere ich den Fenchel und schneide ihn danach in Scheiben. Zum Ende hacke ich nochmal über das Brett drüber, damit die Bögen, die sich daraus ergeben, in kleine Stücke teilen. Solltet ihr im Fenchel einen neuen Trieb haben, dann den bitte entfernen, sonst kann das ganze etwas bitter werden. Auch das Fenchelgrün, welches sich manchmal teilweise in der Knolle befindet solltet ihr bitte raus sortieren. Das Grün, was an den oberen Stangen war, bitte nicht wegschmeißen! Das kann man später fein gehackt über das fertige Gericht geben. So, jetzt den Knoblauch zur Salami und mit der Temperatur zurück. In der Zwischenzeit schnell mal die Fenchelsamen mörsern und sie dann mit in die Pfanne geben. Den geschnittenen Fenchel auch mit rein und alles zusammen etwas andünsten lassen. Sobald es den Grad erreicht an dem man denkt „Ui, langsam wird’s den Zutaten da drin zu warm!“, dann die beiden Tomatendosen öffnen und ebenfalls mit in die Pfanne. An dieser Stelle bitte einen Deckel drauf, das ist ganz wichtig. Ihr werdet spätestens jetzt merken, dass ihr eine wirklich große Pfanne braucht.

Oben: Knusprige Salami.
Unten: Alle Zutaten wollen nun 15 Minuten zugedeckt köcheln.

Während das ganze Gemisch jetzt anfängt zu köcheln und etwas eindickt, kann man daneben einen großen Topf mit Salzwasser hinsetzen, in dem man dann die Spaghetti kocht. So 15 bis 20 Minuten habt ihr jetzt ein Bisschen Spielraum, in dem man den Tisch decken kann oder (!!!) ein paar Semmelbrösel in etwas Olivenöl goldbraun brät. Aber hier ist Achtung gefragt: Wenn sie einmal braun sind, müssen sie sofort aus der Pfanne, sonst bräunen sie weiter und werden schwarz. Allerdings lohnt dieser kleine Aufwand! Also zurück zu den übrigen Sachen. Wenn die Nudeln fertig sind und ihr sie abtropfen lasst, dann werft man einen Blick in eure Pfanne. Nehmt euch einen kleinen Löffel und probiert mal. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass ich kein Salz mehr brauche, weil die Salami da schon ihr Bestes gegeben hat. Also ordentlich Pfeffer und etwas Paprika-Pulver dazu geben, damit es den letzten Pfiff bekommt. Falls es zu dick geworden ist, dann fügt einfach noch ein halbes Glas Wasser hinzu und lasst es nochmal eine Minute köcheln. Jetzt kommen wir zur Endphase: Gebt die Nudel in den Topf und kippt alles aus der Pfanne darauf. Dann noch gut umrühren und FERTIG!

Am besten gleich essen und mit den gerösteten Semmelbröseln und dem Fenchelgrün garnieren. Empfohlen wird dazu ein guter Rotwein, allerdings würde ich maximal eine Weinschorle dazu trinken. Es ist ein sehr gehaltvolles Gericht und man wird ziemlich schnell satt, aber es ist so gut und wahnsinnig lecker!

Meine Variation!

Falls es da draußen einige unter euch gibt, die dieses schöne Kochbuch auch haben, werdet ihr bemerken, dass ich einiges an dem Rezept abgeändert habe. Das erste Mal hielt ich mich strikt ans Kochbuch und bei jedem weiteren Mal kochen näherte ich mich meiner Variante. Ich finde, sowas sollte man mit jedem Gericht tun. Man sollte nicht nur stupide nachkochen, sondern auch seine eigenen Gerichte daraus machen. Man kann sie um Zutaten erweitern, die man mag oder einfach mehr oder weniger Fleisch nehmen… Es gibt da so viele Möglichkeiten. Und für die unter euch, die dieses Buch nicht besitzen, denen kann ich nur raten doch mal hier nach zu schauen! Es ist einen genaueren Blick wirklich wert!

Lasst es euch schmecken, Schönheiten!

Eure Kaki

Kommentare:

  1. Ui, die sind verdammt lecker! Die werd ich sicher irgendwann mal nachkochen!
    Das Problem mit den "seltenen" Zutaten kenn ich nur zu gut! Hab mir aber jetzt vorgenommen, mehr auszuprobieren, auch um mehr Zutaten kennen zu lernen!

    Liebe Grüße

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  2. Hmmmmmm, das sieht äußerst lecker aus...Mit Pasta bekommt man mich immer an den Tisch ;)

    Liebe Grüße...

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