Dienstag, 24. Mai 2011

Burlesque - Der Film

Hallöchen!

Eigentlich wisst ihr ja schon, worum es geht, daher will ich gleich loslegen! Ich warne euch vor: Es ist ein langer Text und er ist gespickt mit Spoilern! Hier also meine Meinung zum Film „Burlesque“:

In der ersten Szene mit Christina A. in dieser kleinen Kneipe fand ich ihre Synchronstimme etwas seltsam und ihre Frisur noch seltsamer! An die Stimme gewöhnt man sich im Laufe des Films und im Nachhinein passte auch diese Frisur irgendwie zu der Umgebung in dem kleinen Dorf. Als sie sich dann auf das Podest stellte und begann zu Singen war mein erster Gedanke: Wie kann so eine kleine zierliche Frau so eine Oberweite besitzen? Es fällt einem schon sehr auf, aber dazu gibt es nur ein was zu sagen: Es ist eben Christina A.! Und dann geht der Film ja erst richtig los. Die musikalische Untermalung finde ich auch sehr gelungen, aber über den Soundtrack werde ich mich ein anderes Mal auslassen. Ich habe diesen Film im Kino gesehen, ich glaube es war die zweite Woche, in der er gespielt wurde. Vorher habe ich mir natürlich Bilder angesehen und mal gelesen, worum es überhaupt geht. Als ich dann im Kino saß und im Vorspann den Namen Stanley Tucci entdeckte, war ich ein kleines Bisschen aus dem Häuschen! Wenige aus meinem Bekanntenkreis können mit dem Namen etwas anfangen, aber ich sehe diesen Schauspieler so gerne! Filme in denen er auch eine hervorragende Leistung dargebracht hat sind zum Beispiel: Julie & Julia, Darf ich bitten, der Teufel trägt Prada, Manhatten Love Story und die Akte. Und auch in Burlesque ist ihm die Rolle, wie auf den Leib geschnitten! Aber wieder zum Film: Seien wir mal ehrlich, in dem Moment, in dem Ali das Geld in dem Toilettenkasten versteckt, wartet man doch schon darauf, dass es ihr später gestohlen wird, oder? Und dann kommt auch schon meine absolute Lieblingsszene des Films! Ali läuft nach einem weniger erfolgreichen Tag durch die Straßen und entdeckt Koko auf der Feuerleiter und betritt zum ersten Mal das Burlesque. Dieses Lied und der Auftritt von Tess sind der Hammer! Ich oute mich hiermit ganz offiziell: Ich mag Cher! Aber schon allein diese leicht verruchte Stimmung des Lokals und der „Türsteher“, der mich ein wenig an einen Harlekin erinnert, das passt einfach alles! Es ist ein wenig wie Zirkus, nur eben viel besser. Aber zurück zum ersten Auftritt von Cher: Man kann sagen was man will, aber für mittlerweile 65 Jahre macht diese Frau eine wirklich gute Figur! Und ich mag ihre Stimme, weil sie etwas außergewöhnlich ist.

Und die Kostüme, die man während des ganzen Films in dem Lokal zu sehen bekommt, sind traumhaft! Ich liebe solche Corsage-Kostüme sehr. Damit hat man mich – so glaube ich – am Meisten geködert. Und wie sehr musste ich lachen, als Tess einer blonden Tänzerin sagte: „Wenn du von der Bühne fällst: Beine gestreckt, Brüste voraus!“, aber auch der Spruch „Und du bist in meinem Spiegel, weil…?“ war zum Niederknien! Als dann Kristen Bell alias Nikki das erste Mal die Leinwand betritt, bemerkt man sofort, dass sie die Gegenspielerin werden wird. So zusagen die „Böse Königin“ von Burlesque. Sie verkörpert so ziemlich DIE klassische Zicke („Fass meine Sachen nicht an! Finger weg!“). Ali bekommt ja dann erstmal den Job als Kellnerin und so sieht man als Zuschauer auch die ersten Auftritte der Damen aus dem Burlesque. Und dann taucht da auch noch dieser Marcus auf. Ich habe ewig überlegt, woher ich diesen Schauspieler kenne. Nach ca. 2 Wochen habe ich dann mal auf IMDB nachgesehen und festgestellt, dass er mal längere Zeit bei Charmed mitgespielt hat. Da hätte ich auch selbst drauf kommen können, aber so ist das halt manchmal. Während „Diamods Are A Girls Best Friend“ erträumt sich Ali dann ihren ersten Auftritt. Wobei ich den weniger gelungen finde, es wirkt etwas albern, wie sie mit ihrem Tablett auf dem Podest steht. Und promot danach entpuppt sich der schicke Marcus als Teufelchen im Anzug… Erst will er den Club kaufen und später will er Ali. Ganz im Gegensatz zu ihm steht da der „kleine“ Barkeeper, den einige von euch vielleicht noch als länghaarigen Vampir James aus Twilight kennen. Und der wird dann unfreiwillig zum Retter von Ali, als sie ausgeraubt wird. Solange sie ihn für einen schwulen Barkeeper hält, benimmt sich Ali auch noch halbwegs normal. Allerdings gleich so auszurasten, nur weil er eine Verlobte hat und damit nicht homosexuell ist, finde ich sehr übertrieben. Man könnte meinen Ali ist eine kleine prüde Jungfrau, die Angst vor Männern hat. Dafür ist ihre Rolle in DIESEM Film ja aber nun wirklich nicht gedacht. Aber das sie dann beim eiligen Anziehen auch noch hinfällt ist schon sehr lustig! ;) Einige Minuten später bekommt Ali dann endlich die Chance vorzutanzen. Tess, also Cher, ist natürlich hervorragend und legendär abweisend. Aber Ali tanzt und macht ihre Sache gut. So folgt die Kündigung als Kellnerin und der Antritt als Tänzerin. Zwischen Tess und Ali entwickelt sich dann eine engere Freundschaft, man könnte Tess als Mentorin beschreiben. Und in so einem Moment folgt die Schminkszene: Tess leiht Ali ihren Pinsel und weil Ali es nicht hinbekommt, schminkt Tess sie. „Wenn du dein Makeup aufträgst, bist du ein Künstler. Nur anstatt auf einer Leinwand zu malen, malst du auf einem Gesicht.“ Eins der schönsten Zitate des Films. Während Tess schminkt erzählt sie von ihrer Mutter und wie sie ihr als kleines Kind beim Schminken zu gesehen hat. Das einzige, was etwas überraschend an dieser Szene ist, ist die Geschwindigkeit, wie schnell Tess den Lippenstift bei Ali auftragen kann. Das würde ich ihn dieser (leicht unrealistischen) Zeit nie schaffen. Zu diesem Zeitpunkt des Films wartet man dann schon so ein wenig darauf, wann Ali endlich anfängt mit singen. Und während Tess sich mit Geldsorgen rumplagt und dabei ist ihren Club zu verlieren, intrigiert Nikki gegen Ali. Es kommt, wie es kommen muss: Nikki ist mal wieder betrunken und Tess lässt Ali an ihrer Stelle auftreten. Also täuscht Nikki den Techniker und schaltet während einem Auftritt den Ton ab. Kurz bevor der Vorhang fällt, beginnt Ali zu singen und alle trauen ihren Augen und Ohren nicht mehr. Der Vorhang bleibt oben und es wird ein voller Erfolg. Tess und alle anderen sind haltlos begeistern, alle bis auf Nikki natürlich. Und jedes Mal, wenn Christina A. singt frage ich mich wie so viel Stimmgewalt aus so einer kleinen weißen Frau rauskommen kann. Wirklich genial! Nach dem ersten Wirbel folgt dann ein Auftritt zu „I’m A Good Girl“. Ich liebe dieses Lied einfach.

Aber wie ich schon sagte: Genaueres zum Soundtrack das nächste Mal! Aber bei diesem Lied muss ich immer mitsingen (solange ich allein bin, jedenfalls). Und dann kommt da ja noch dieser Auftritt in dem Perlenkleidchen und den vielen Federfächern. Das ist für mich typisch Burlesque! So stelle ich mir das vor… Das verkörperlicht so das Klassische Burlesque und erinnert mich persönlich an die 30er Jahre.

Eine Eigenschaft, die ich an Ali mag, ist die Tatsache, dass sie nicht das klassische Naivchen spielt. Sie fällt nämlich nicht beim ersten Versuch auf Marcus‘ plumpe Anmachsprüche herein. Sehr gut Ali! Der nächste musikalische Höhepunkt ist auch so eine kleine Wende des Films. Denn jetzt wird von „burlesquer“ Musik zu dem eigentlichen Stil von Christina A. gewechselt.

Und nicht zu vergessen folgt dann noch ein grandioser Auftritt von Tess. Eine Ballade, von ihr allein gesungen. Das Ganze wird einem nicht vor Publikum präsentiert, sondern während einer Probe. Und das Leid ist so schön, es geht mir jedes Mal wieder unter die Haut! Cher allein auf der Bühne, mit einem blauen Spot und mit einem einzigen Stuhl. Keine andere Deko, nur hochgestellte Stühle im Hintergrund und ein leeres Lokal. Es hat etwas sehr einfaches, puristisches, aber auch sehr sehr stark! Je öfter Ali dann mit Marcus ausgeht, desto gespannter wird auch die Atmosphäre zwischen Jack und Ali, die zu dem Zeitpunkt immer noch die Zweck-WG führen. Es kommt sogar zum Streit. Aber auf einen Streit folgt ja fast immer eine Versöhnung. Und Die wird feuchtfröhlich und intensiv. Vor allem aber lustig! Als dann Jack in einem old-fashioned Pyjama aus dem Schlafzimmer kommt, und dann nur noch mit der Hose… Na ja, und danach kommt er nochmal aus dem Schlafzimmer, weil er immer etwas vergisst, angeblich jedenfalls… ;) Aber dann kommt für Ali das böse Erwachen: Wie aus dem Nichts taucht seine Verlobte auf und alles geht drunter und drüber. Während Ali dann bei Sean Zuflucht sucht, ruft wie ein Retter Marcus an und lockt mit Trost und einem gutem Essen. Beim Warten auf ihn entdeckt Ali seine Pläne für den Club und sie stellt fest: Er ist der Falsche! Dank einer genialen Idee von Ali können sie letzten Endes den Club noch retten! Also schon mal ein Happy End für Tess. Und am Ende schafft es auch Jack endlich einen Song fertig zu schreiben, es folgt eine Entschuldigung von ihm und das große Finale mit Jacks Song, allen Mädchen und sogar den Barkeepern auf der Bühne.

Alles in Allem war der Film wirklich was für mich! Ich liebe Musikfilme und grade so diese klassischen Burlesque-Lieder treffen meinen derzeitigen Musikgeschmack total! Die Geschichte in dem Film ist gut umgesetzt und wird auch von mehreren Seiten beleuchtet. Ich kann den Film nur empfehlen, für alle, die sich mal wieder schön leicht und mit guter Musik unterhalten lassen wollen! Allerdings hätte ich mir im Film schon ein Bisschen mehr gewünscht, was eigentlich „Burlesque“ ist und was dieses Genre so ausmacht. Das ist dabei ein wenig untergegangen, da es hauptsächlich nur um den Club geht, der halt diesen Namen trägt. Trotzdem hat er mir gut gefallen.

Bis bald Schönheiten!

Eure Kaki

1 Kommentar:

  1. hihi wie passend, ich habe den Film gerade geschaut. Wurde auch endlich Zeit :D Er war echt toll und ich liebe Christina´s Stimme. Der Hammer, was aus dieser kleinen Person raus kommt. Ach ja und der "böse" Marcus könnte dir vielleicht auch als McSteamy/McSexy aus Grey´s Anatomy bekannt sein :D Wie gesagt, klasse Film mit toller Musik <3 Werde mir den bestimmt noch mal anschauen, wenn ich Zeit habe. Bin schon auf die nächsten Posts zu diesem Thema gespannt ;)

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